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Erlebnispädagogik an der Paul-Weber-Schule

Mit Beginn des Schuljahres 2007/08 wurde im Rahmen eines Modellprojektes der Erziehungs- und Bildungsauftrag in der Werkstattschule mit Hilfe eines erlebnispädagogischen Konzeptes und der Unterstützung des Landesinstituts für präventives Handeln erstmals am BBZ Homburg umgesetzt. Aufgrund des großen Erfolges entstand die Vision, die Erlebnispädagogik im Rahmen eines Schulentwicklungsprozesses als Bestandteil unterrichtlichen Handelns in allen Schulformen des BBZ Homburg einzuführen. Nach mehrjähriger Multiplikatoren-Schulung von Lehrern zu ausgebildeten Erlebnispädagogen erfolgte für interessierte Lehrkräfte eine schulinterne Weiterbildung. Konsequenterweise wurde im Schuljahr 2012/13 das "Schulentwicklungsteam Erlebnispädagogik" gegründet, um die Implementierung der Erlebnispädagogik am BBZ Homburg voranzutreiben.

Nachdem mittlerweile ein erlebnispädagogisches Konzept in das alltägliche unterrichtliche Geschehen in Klassen der Berufsvorbereitung erfolgreich integriert wurde, arbeitet derzeit das "Schulentwicklungsteam Erlebnispädagogik" an passenden Konzepten für andere Schulformen. Im unterrichtlichen Alltag bilden Abenteuer- und Kooperationsübungen sowie soziometrische Übungen Schwerpunkte des erlebnispädagogischen Konzeptes. Nachdem das Lehrpersonal entsprechend geschult wurde und schuleigene Medien angeschafft wurden, ist das BBZ Homburg u. a. in der Lage, auch Projekte wie z.B. Indoor- und Outdoor-Klettern mit den Schülerinnen und Schülern verantwortungsbewusst und sicherheitstechnisch auf dem neuesten Stand selbständig durchzuführen.

Möglichkeiten der Erlebnispädagogik:

mountainbike-touren_2
Besuch des Hochseilgartens
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Als jüngstes Projekt ist "Kartslalom" in Bearbeitung, das voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Schuljahres 2013/14 mit den Schülerinnen und Schülern umgesetzt wird. Beim Kartslalom wird die Aufgabe gestellt, einen mit Pylonen markierten Parcours möglichst fehlerfrei zu passieren. Dabei kommt es zunächst weniger auf die Geschwindigkeit an, sondern vielmehr auf die Geschicklichkeit. Mit dem Kartfahren sollen u. a. das Einhalten von Regeln, Disziplin, Konzentration und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit einem motorbetriebenen Fahrzeug sowie dessen Pflege und Wartung erlernt und geübt werden. Eine Verkehrsschulung soll das Projekt ergänzen. Dass dieses Projekt mit einem hohen Spaßfaktor verbunden ist, erhöht die Motivation der Schülerinnen und Schüler, angestrebte Lernziele zu erreichen. Mit diesem Projekt ist das BBZ Homburg vermutlich nicht nur auf Landesebene die einzige Schule, die das Kartfahren als Medium der Erlebnispädagogik ihren Schülerinnen und Schülern anbietet.

Während sich das Angebot erlebnispädagogischer Projekte in seiner Einführungsphase zunächst an besonders benachteiligte Jugendliche gerichtet hat und mittlerweile dort erfolgreich etabliert ist, wird derzeit an der Einführung entsprechender erlebnispädagogischer Angebote für alle Schulformen des BBZ, jeweils mit individueller Zielsetzung, gearbeitet. So werden neben Abenteuer- und Kooperationsübungen, soziometrischen Übungen, Klettern und Kartfahren teilweise in Zusammenarbeit mit dem Erlebnispädagogischen Zentrum Saar auch weitere Aktivitäten am BBZ Homburg angeboten, wie z. B. Mountainbiken, Kanu, Segeln, Niedrigseilgarten, Hochseilgarten oder Segelfliegen. Schuleigene Angebote zur Wildnispädagogik vervollständigen die Palette der Erlebnispädagogik am BBZ Homburg. Allgemeine Ziele der Erlebnispädagogik am BBZ Homburg sind die Verbesserung des Sozialverhaltens, Stärkung der Teamfähigkeit, Erweiterung des Gemeinschaftsgefühls, Steigerung der Kommunikationsfähigkeit, Verbesserung des Konfliktverhaltens, Steigerung des Selbstwertgefühls und des Selbstvertrauens, Steigerung des Vertrauens in Andere und Ermöglichen intensiver Erfolgserlebnisse durch Selbstüberwindung und Grenzerfahrungen.